
Wodurch die so genannte Kalkschulter (Tendinitis calcarea) ausgelöst wird, ist abschließend noch nicht geklärt. Am wahrscheinlichsten ist eine verminderte Durchblutung der betroffenen Sehnenbereiche und ein veränderter Druck in der Schultersehne für die Sehnenverkalkung verantwortlich. Die Verkalkung an der Schulter hat aber nichts mit Kalkablagerungen in den Blutgefäßen zu tun.
Lange Zeit bleibt die Verkalkung unbemerkt. Erreicht sie jedoch eine gewisse Größe, führt sie zur Einklemmung und Entzündung der Sehne. Besonders starke Schmerzen entstehen, wenn sich der Schleimbeutel, eine Art Polster zwischen Sehne und dem knöchernen Schulterdach (Acromion), ebenfalls entzündet.
Neben Krankengymnastik und Spritzenbehandlungen wurde bei der Kalkschulter oft die Stoßwellenbehandlung durchgeführt. Bei Therapieversagen blieb bisher lediglich die operative Kalkentfernung als Alternative. Dieser Eingriff wird meist stationär mit einer Vollnarkose durchgeführt und bedeutete oft einen langwierigen Heilungsverlauf.




Da die Schulter mit einem Lokalbetäubungsmittel gespült wird ist der Eingriff schmerzarm. Wir sind glücklich als eine der ersten Praxen in Deutschland diesen innovativen Eingriff anbieten zu können. Er wird ambulant in unserer Praxis regelmäßig durchgeführt.
Bereits unmittelbar nach der Kalkentfernung ist der Arm wieder belastbar. Nach dem Eingriff sind die Beschwerden meist deutlich gebessert. Es dauert jedoch oft noch 6-8 Wochen bis die Beschwerden vollständig abgeklungen sind. Dies ist zurückzuführen auf das Loch in der Sehne, das nach der Kalkenfernung zurückbleibt und verheilen muss.
Seit September 2007 führen wir den Eingriff regelmäßig in unserer Praxis durch. Mit mehr als 400 Eingriffen (Stand Dezember 2011) gehören wir deutschlandweit mit zu den erfahrensten Anbietern dieses Verfahrens. Die guten Erfolgsaussichten bei minimalem Risiko haben dazu geführt, dass Patienten weit über die Grenzen des Saarlandes hinaus uns aufsuchen um sich mit diesem modernen Verfahren behandeln zu lassen. Mehr und mehr häufen sich auch die Anfragen aus dem angrenzenden Europäischen Ausland.
Mehre wissenschaftliche Studien belegen die guten Ergebnisse dieses Verfahrens. Bereits wenige Tage nach dem Eingriff sind mehr als 50% der Patienten nahezu schmerzfrei. Insgesamt wurden in den Studien in über 75% der Fälle über gute und sehr gute Ergebnisse berichtet . Diese Ergebnisse decken sich mit unseren Erfahrungen mit diesem Behandlungsverfahren. Für weitere Informationen stellen wir Ihnen in unserem Downloadbereich einige Studien zum Nachlesen zu Verfügung. >>>Zum Downloadbereich
Da auf einen Schnitt nun vollständig verzichtet wird, werden die Kosten des Eingriffs leider nicht regelhaft von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Auf Einzelanfrage besteht jedoch die Möglichkeit einer Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse.Die Kosten sind meist niedriger als für einen Stosswellenbehandlung.
Weitere aktuelle Informationen finden Sie auf unerer neuen Internetseite speziell zu diesem Verfahren: www.kalkschulter-behandlung.de



